Für H.

Jeden, wirklich jeden Tag, seitdem du da bist – auf der Welt bist – bei uns bist – kann ich mein Glück über dich und meine unendliche Liebe für dich kaum in Worte fassen.

Ich betrachte dein Gesicht, deine Mimik, und ganz gleich, ob du gut drauf bist oder eine deiner Trotzphasen hast – da ist dieses heftige Gefühl, wie sehr ich dich liebe und dass ich dich niemals missen möchte.

Schon als du noch in meinem Bauch warst, hast du mich so glücklich gemacht und meine Liebe für dich, als ich wusste, dass du in mir heranwächst, als ich dich das erste Mal per Ultraschall sah, war vom ersten Moment an da. Die ersten Bewegungen von dir in meinem Bauch, die Kommunikation über Berührungen hat mich immer wieder erstaunt, mit Freude erfüllt und ich konnte kaum glauben, dass du wirklich in mir und bald in meinen Armen bist.

Du machst mich und deinen Papa ungelogen zu den glücklichsten Menschen auf dieser Erde, weil du so bist wie du bist und weil du bei uns bist und zu uns gehörst. Ich sehe etwas von mir und etwas von deinem Papa in dir, aber ganz viel in dir bist auch einfach du. Du bist ein strahlender Sonnenschein, ein kleiner Kritiker hier und da, ein etwas Ungeduldiger aber mit starkem Willen, unbändiger Neugier und ganz viel Liebe in deiner Brust. Ich weiß es genau, du hast das Herz am rechten Fleck. Du zeigst den Menschen um dich herum, wie lieb du sie hast.


Du glaubst ja nicht, wie schön ich es immer finde, wenn du nach „Mama“ rufst. Wie mich das mit Stolz erfüllt.

Ja, deine Trotzphasen, die lassen mich ganz schön ins Schwitzen kommen, egal ob im Supermarkt an der Kasse oder zu Hause im Treppenhaus. Du forderst mich heraus und es ist ganz schön anstrengend deinem Willen nicht nachzugeben. Es wäre ja so viel einfacher! Aber auch das gehört dazu, dir zu zeigen, dass leider eben nicht immer alles so läuft, wie man es will. Und dass es manchmal auch gut so ist, dass es nicht so läuft wie man es will. Und ich bin froh, dass du genauso bist, wie du bist. Wir wachsen aneinander. Wir bereichern unsere Leben gegenseitig.

Und es ist wirklich wahr, jeden, wirklich jeden Tag sehen dein Papa und ich uns an, lächelnd und mit Glück erfüllt, wie unfassbar süß du bist.

Ich hoffe, dass unser starkes Band niemals ins Wanken gerät. Ich hoffe, dass du deinen Papa und mich immer als Anker, als Fels in der Brandung, als Schutz ansiehst, als Ort an dem du immer zurückkehren kannst, ganz gleich was passiert ist. So wie bei meinen Eltern und mir.

Dessen sollst du dir immer sicher sein: unsere unendliche Glückseligkeit über dein Dasein und unsere bedingungslose Liebe für dich.

EMF

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Warum ich mit meinem Job so glücklich bin

Fangen wir so an: Von den drei Jobs, die ich in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn hatte, bin ich in diesem am glücklichsten. In all meinen Jobs wurde und werde ich von tollen Kollegen begleitet, die mir ans Herz gewachsen sind. Und wir wissen ja alle, wie wichtig das Drumherum eines Jobs ist.
In meinem allerersten Job zum Beipsiel, hatte ich einen furchtbaren Chef. Tatsächlich sogar den schlimmsten überhaupt. Wie oft habe ich geweint, wenn ich zu Hause ankam. Wie oft hatte ich das Kündigungsschreiben schon fertig. Einen Unglücksraben hatte er mich genannt. Das finde ich auch heute noch nicht nett und schon gar nicht professionell. ABER: what doesn’t kill you just makes you stronger. Und ja, diese Erfahrung hat mich bereichert und gestärkt. Und zum Glück bekam ich in diesem ersten Job, als ich intern versetzt wurde, dann auch eine sehr nette Chefin, die mir jedoch leider nicht so viel zutraute. Aber es lag, glaube ich, weniger an mir als an ihrem Naturell ein Kontrollfreak und Perfektionist zu sein. Meine Chefin in meinem zweiten Job hingegen traute mir viel zu und ließ mich machen. Eine sehr faire Chefin, bei der man sich wohlgefühlt und die Zusammenarbeit Spaß gemacht hat. Und nun, in meinem jetzigen (dritten) Job, habe ich das Gefühl angekommen zu sein. Mein Chef ist fair, immer freundlich, hat das Herz am rechten Fleck, weiß um meine Kenntnisse und Erfahrungen und traut mir daher viel zu und lässt mich machen. Aber mal abgesehen vom Chef und den Kollegen, die natürlich mächtig ins Gewicht fallen, ob man seinen Job gerne macht oder nicht, sind natürlich auch die Aufgaben.

Ich kann das Gelernte aus meinem Anglistik- und Germanistik-Studium wunderbar einsetzen, indem ich ein englisches Journal redaktionell betreue (von der Korrektur der englischen Sprache über Text-Formalia bis hin zur Korrespondenz auf Englisch mit dem Verlag).
Meine Aufgaben sind in der Tat breit gefächert. Es reicht von der Ablage (ich liebe es, wenn man schnell Häkchen hinter seine To Do’s setzen kann), über Personalanträge, Abrechnungen, Kommunikation mit Studierenden (ein bisschen fühlt man sich schon wie die gute Fee), Notenmanagement, Email-Korrespondenz, Homepagebetreuung – und aktualisierung bis hin zur kreativen Arbeit (Bildbearbeitung, Bilderstellung, Entwerfen von Postern, Flyern, Logos und Infografiken).

Mal ehrlich, ich würde sagen, ich hab den Jackpot erwischt!

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Ja, ich kann es mit 100%iger Überzeugung sagen: ich liebe meinen Job.

Und ja, anfangs tat ich mich schwer mit der Bezeichnung meines Jobs. Darauf werde ich gleich eingehen.

Faktisch bin ich Verwaltungsangestellte im Lehrstuhl eines Instituts. Genauer bin ich die Lehrstuhlsekretärin. Praktisch bin ich die Schnittstelle zwischen Studierenden, Lehrstuhlmitarbeitern und Verwaltung. Ich bin die, die die Fäden in der Hand hält. Die, die den Überblick über das „Lehrstuhl-Imperium“ hat. Die gute Fee in Studierendenbelangen.

Es gibt da leider lästige Klischees, die man mit sich rumschleppt, wenn man erzählt, man arbeitet als Sekretärin. Und nicht nur da, auch in anderen Jobs natürlich.
–> Und dafür hast du studiert?–> Das wird nicht ausgesprochen, aber in der ein oder anderen Denkblase über dem Kopf habe ich es schon entdeckt. Dieser zweifelhafte Blick. Heißt das, mein Job ist mich nicht wert? Ich fühle mich mit meinen Aufgaben keineswegs unterfordert. Ich kann das Erlernte aus meinem Studium super anwenden. Die Aufgabenvielfalt fordert mich immer wieder an unterschiedlichsten Stellen heraus. Ja,  vielleicht könnte ich in einem anderen Job, für den man studiert haben muss, mehr Geld verdienen. Aber was nützt mir mehr Geld, wenn mich der Job letztlich nicht glücklich macht, mich nicht erfüllt und ich mich nahezu jeden Tag ins Büro quäle?
Aber ja, ich bin gerade im Lernprozess mich davon freizumachen, mich darüber zu definieren, was meine Berufsbezeichnung ist, nur weil man dies von der Gesellschaft so anerzogen bekommt, und man ein Klischee im Kopf hat, dass diesen oder jenen Job abwertet. Ich finde es ganz furchtbar, dass man sich selbst degradiert, dass es mir bislang, ja, fast schon unangenehm war zu sagen, dass ich als Sekretärin arbeite. Was soll denn das? Es ist ein ehrbarer Beruf wie alle anderen auch und das Wichtigste: er macht mir verdammt nochmal Riesen Spaß! Ich will mich nicht dafür rechtfertigen, weil es nichts zu rechtfertigen gibt, und dennoch tue ich es.

Würde ich neudeutsch erzählen, ich bin die persönliche Assistentin des Professors, würde das schon wieder etwas anders aussehen. Ist es nicht schlimm, dass wir so Beladen sind mit Vorurteilen, was Bezeichnungen angeht?!? Senior Marketing Manager. Oh! Ah! Head of blablabla. Wow! Toll! Leitung Procurement. Mensch, klingt super! Teamleiter bla blub. Oh wow!
Und so weiter. Die Liste ist lang, über die man sich definieren kann. Und leider kann sich keiner davon freimachen. Jeder strebt nach Anerkennung in seinem Job, und das ist auch gut so. Man will gut sein, in dem was man tut und man will auch zeigen, dass man gut ist, in dem was man tut. Denn das macht glücklich. Aber ob ich Head of, Senior irgendwas, Sekretärin, Sachbearbeiter, Flugbegleiter oder Mitarbeiter wasweißichwo bin, das ist doch letzten Endes egal. So lange ich meine Arbeit gerne mache. Das dies nicht immer und überall der Fall ist und manche Leute auch keine Wahl haben, als den Job auszuführen, den sie gerade machen, ist mir bewusst. Es ist ein Privileg, einen Job zu haben, der einem Spaß macht und für den man die nötige Ausbildung hat.

Fakt ist: Wenn ich in meinem Job als Senior Manager glücklich bin, dann kann es doch gar nicht besser laufen! Herzlichen Glückwunsch und weiter so!
Wenn ich mein Glück in meiner Arbeit als Flugbegleiter gefunden habe, weil es für mich das Größte ist, fremde Länder zu bereisen und die Kulturen kennen zu lernen, dann weiter so! Es ist egal, ob du ein Studium hinter dir hast, mal Geschäftsführer in einem Unternehmen warst, und dich dann dazu entscheidest etwas völlig Neues zu machen, weil du erkannt hast, dass du vorher in deinen Jobs unglücklich warst. Hauptsache du bist in dem was du tust, wieder glücklich. Denn die Arbeit bestimmt nunmal zu einem sehr großen Teil unser Leben. Und ohne Moos ist einfach nichts los.

Jeder muss für sich selbst wissen, was für ihn am besten ist, was seine Prioritäten sind. Aber wir sollten aufhören, uns darüber zu definieren und andere (unbewusst) zu verurteilen. Wir sind wer wir sind und unser Ziel sollte sein, die Möglichkeit zu haben in dem Bereich zu arbeiten der uns am besten erfüllt und uns somit zu zufriedenen Menschen macht.

(EMF)

P.S.: Und dies geht an meinen allerersten Chef: Ich bin keineswegs ein Unglücksrabe, Herr H. In der Tat bin ich ein Glückspilz. War ich gefühlt schon immer, und werde ich auch immer bleiben.

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Urlaubsgefühle.

Noch vor ein paar Tagen lag ich am Strand in Jandía auf Fuerteventura. Ich habe die Seele baumeln lassen, ich bin im wunderschönen Atlantik schwimmen und schnorcheln gewesen. Gemeinsam mit meinem Freund sind wir die wildesten Wege mit unserem Mietwagen entlang gecruist, von einer Serpentinenstrecke zur nächsten. Meine Nerven lagen da zwar jedes Mal blank, aber ich erinnere mich dennoch sehr gern daran. Wir haben wunderschöne Strände und Plätze gesehen, konnten Surfer-Dudes beim Wellenreiten beobachten und hatten ein romantisches Abendessen in einem der schönsten Restaurants in dem ich jemals gesessen habe – im „Rompeolas“ am Hafen in Corralejo. Das All-Inclusive Angebot im Hotel haben wir nur mäßig genutzt (aber wir hatten keine andere Wahl, Halb-Pension wurde ja nicht angeboten). Die Hotelanlage an sich war sehr gepflegt und sehr schön, auch sehr sauber. Das Essen war in Ordnung.

Die erste Nacht wurde ich von gefühlt 2.000 Mücken attackiert mit immerhin 15 tatsächlichen Mückenstichen, während mein Freund keinen einzigen davontrug. So wurde am nächsten Tag Autan gekauft – was sich zum Glück auch meistens bewährte.

Wir sind hoch in den Norden nach Corralejo gefahren, weil wir von dort aus mit der Fähre nach Lanzarote fahren wollten, um meine Freundin und ihren Freund dort zu treffen. Leider wurde aus dem Plan nichts, da ich meinen Ausweis nicht dabei hatte (was leider erst am Schalter am Hafen auffiel). Auch der 2. Versuch scheiterte, da ich mir beim ! Beach Ball spielen ! den unteren Rücken verknackst hatte, sodass ich 2,5 Tage mehr oder weniger gekrümmt und mit diesem nervigen Druck im unteren Rückenbereich mich nur vom Hotelzimmer zum Strand bewegen konnte. Wärmekissen sei Dank war nach 2,5 Tagen aber Schluss damit.

Worauf ich hinaus will, während ich den Urlaub resümiere, ist, dass man es auch in 10 Tagen schaffen kann, sich einen Ort, eine Insel, ein Hotelzimmer, einen Strand so zu eigen zu machen und dort eine Art Alltag entwickelt, der einem gefällt, dass man erstmal nicht wieder weg möchte. Ich bin prädestiniert für dieses „Sich zu eigen“ machen, sich an den „neuen“ Rhythmus so dermaßen zu gewöhnen, dass es wirklich im Herzen schmerzt, wenn der Tag der Abreise ansteht und man Tränen in den Augen hat. Es ist dieses nicht loslassen wollen, weil alles, abgesehen von ein paar Kleinigkeiten, so schön, so entspannend und erholsam war, dass man noch ewig so weiterleben könnte. Der Gedanke, nicht mehr auf der Liege am Strand zu liegen, mit ein paar bekannten Gesichtern um sich herum, nicht mehr die Bar Pirata zur Mittagszeit aufzusuchen, um dort mit Stolz auf Spanisch diverses leckeres Essen zu bestellen und dabei Katamaran-Einweisungen zu beobachten, nicht mehr dieses „neue“ Leben zu leben, sondern wieder zurückzukehren in dieses zwar auch schöne aber eben „alte“ Leben, das mit den vielen Herausforderungen Tag für Tag, das mit dem Stress und ab und an auch Sorgen, das, nun ja, eben gewohnte Leben und dann auch noch zu einer Jahreszeit, die langsam ins Grau und Nass übergeht. Natürlich liebe ich mein altes gewohntes Leben, trotz ab und an Stress und Herausforderungen. Hier befindet sich ja auch die Familie, die Freunde, unsere schöne geliebte Wohnung! Das hilft auf jeden Fall den Fernweh-Schmerz wieder etwas zu mindern. Nichtsdestotrotz ist da das schwere Herz, das immer wieder von Neuem lernen muss, dass das eben Urlaub ist. Sich an etwas zu gewöhnen, aber eben nur für eine gewisse Dauer. Um dann mit viel neu getankter Energie wieder im alten Leben anzukommen und zu leben.

Aber so ging es mir schon immer mit den Urlauben – sei es der Strandurlaub vor 4 Jahren in Andalusien, die USA/Kanada-Reise vor 2 Jahren oder der Segeltrip in der Ostsee vor 3 Monaten. Mein Herz war schwer beim Verlassen des Hotels in Andalusien, bei der Abgabe des super Autos, einem Chevy Tahoe, in New Jersey, bei der Abgabe des Segelbootes in Lauterbach auf Rügen. Und mein Herz war schwer beim Verlassen des Hotels, des Ortes in der morgendlichen Dunkelheit auf Fuerteventura.

Das schlimme am Urlaub ist ja, dass er auch irgendwann wieder vorbei ist.

Was bleibt, sind die Fotos, die Erinnerungen, die Gefühle beim Erinnern. Und das ist gut so. Das kann einem keiner nehmen.

Es folgen noch ein paar Impressionen. Im nächsten Beitrag geht es um Larry, einem Hund, den wir auf Fuerteventura getroffen haben.

(EMW)

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Frühling.

Mailied
Wie herrlich leuchtet
Mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!

Es dringen Blüten
Aus jedem Zweig
Und tausend Stimmen

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Aus dem Gesträuch,
Und Freud und Wonne
Aus jeder Brust.
O Erd, o Sonne!
O Glück, o Lust!

O Lieb, o Liebe!
So golden schön,
Wie Morgenwolken
Auf jenen Höhn!

Du segnest herrlich
Das frische Feld,
Im Blütendampfe
Die volle Welt.

O Mädchen, Mädchen,
Wie lieb ich dich!
Wie blickt dein Auge!
Wie liebst du mich!

So liebt die Lerche
Gesang und Luft,
Und Morgenblumen
Den Himmelsduft,

Wie ich dich liebe
Mit warmen Blut,
Die du mir Jugend
Und Freud und Mut

Zu neuen Liedern
Und Tänzen gibst.
Sei ewig glücklich,
Wie du mich liebst!

[Johann Wolfgang von Goethe]

Liebeslied
Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt?
Wie soll ich sie hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.

[Rainer Maria Rilke]

Momentaufnahme
Du kamst, als ich am wenigsten damit rechnete.
Ein Blick. Ein Lächeln. Wir umflatterten uns wie zwei schüchterne Schmetterlinge.
Eine bewusste unbewusste Berührung. Ein sich Näherkommen, das mit einem wohligen Schauer auf der Haut und einem Herzschlag, so gewaltig wie ein Erdbeben, seinen Fortschritt nahm.
Ich liege in deinen Armen. Wir können es beide kaum glauben.
Ein schweres Lösen unserer ineinander verschlungenen Körper:
Wir leben. Wir lieben. Intensiv. Leidenschaftlich. Für den Moment.
Und werden wiederkehren.

[EMW]

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Im Affekt.

Da begegnest du jemandem. Ohne große Gedanken. Es scheint einfach so. Anfangs noch nicht bewusst, doch dann immer deutlicher wird es dir klar. Ein Leben von jemandem auf den Kopf gestellt zu bekommen, ist möglich. Und umgekehrt.

Und ihr steht voreinander ohne es zu wissen. Lange. Geht auseinander. Begegnet euch. Lange. Geht auseinander.

Doch dann, als die Wolken sich in alle Himmelsrichtungen aufteilen, reißt er die Augen auf, atmet tief ein und fährt sich durchs Haar.

Dann ein Blick in ihre Richtung, ein wissender.
Ein Bewusstwerden, das unvermeidlich ist.
Ein mögliches Entscheiden für vielleicht.

Ganz gleich wofür du dich entscheidest. Ganz gleich für wie lange du dich für etwas entscheidest. Ganz gleich ob es gerade deine schlechteste Zeit ist oder deine beste.

Es ist die einzige, die du hast.

(EMW)

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About Time.

Ich habe wieder mal einen Film gesehen. Einen, der mich begeistert, mich inspiriert hat und den ich Euch gern ans Herz legen möchte.
Es ist ein immer wiederkehrendes Thema – wie eigentlich alles, was uns bewegt. Es geht um die Zeit.

Der Film heißt About Time (dt. Titel: Alles eine Frage der Zeit) spielt in Cornwall und London und beherbergt grandiose Schauspieler wie Bill Nighy und Rachel McAdams. Als großer Fan des britischen Akzents ist dieser Film allein schon ein Muss.

An seinem 21. Geburtstag erfährt Tim von seinem Vater, dass er wie alle männlichen Mitglieder der Familie die Möglichkeit hat, in der Zeit zurückzureisen. Tim glaubt seinem Vater zunächst nicht, stellt dann einige Male fest, dass er es doch kann und so manche schief gelaufene Szene wieder „gerade“ rücken kann. Dann lernt er Mary kennen, verliebt sich. Sie heiraten und bekommen ein Kind. Tims Vater, zu dem er immer ein gutes Verhältnis hatte, erkrankt an Krebs und stirbt letztlich. er gibt ihm einen sehr bedeutenden Rat an die Hand. Tim soll jeden Tag einmal ganz alltäglich erleben und dann ein zweites Mal, das zweite Mal jedoch ohne sich zu stressen, zu ärgern oder einfach so dahinzuleben, sondern viel mehr alles genau wahrnehmen und sich an den kleinen Dingen, die ihm begegnen, zu erfreuen.

Dies ist übrigens ein ganz wundervolles Zitat, denn hier verweist Tim auf Baz Luhrmann und dessen Song Sunscreen, dem auch ich bereits einen Eintrag gewidmet habe:

Tim: There’s a song by Baz Luhrmann called Sunscreen. He says worrying about the future is as effective as trying to solve an algebra equation by chewing bubble gum. The real troubles in your life will always be things that never crossed your worried mind.

Deshalb habe ich dieses und letztes Wochenende ganz bewusst zelebriert: z.B. eine Zitronentarte gebacken, genäht, beim Sport gewesen und Zeit mit dem Liebsten verbracht. Jeder Rat aus dem Sunscreen-Song ist meiner Meinung nach Gold wert, aber diese hier, die hängen noch nach:

Enjoy the power and beauty of your youth; oh nevermind; you will not
understand the power and beauty of your youth until they have faded.
But trust me, in 20 years you’ll look back at photos of yourself and
recall in a way you can’t grasp now how much possibility lay before
you and how fabulous you really looked….You’re not as fat as you
imagine.

Enjoy your body,
use it every way you can…don’t be afraid of it, or what other people
think of it, it’s the greatest instrument you’ll ever
own.

Dance…even if you have nowhere to do it but in your own living room.
Read the directions, even if you don’t follow them.

Do NOT read beauty magazines, they will only make you feel ugly. 

Get to know your parents, you never know when they’ll be gone for
good. 

Be nice to your siblings; they are the best link to your past and the
people most likely to stick with you in the future. 

Understand that friends come and go,but for the precious few you
should hold on. Work hard to bridge the gaps in geography and
lifestyle because the older you get, the more you need the people you
knew when you were young.

Und besonders Letzteren muss ich noch mehr beherzigen.

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Alles Liebe

(EMW)

 

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Feeling of Being.

Ein wunderschöner Song, den Lucy Schwartz da singt. Hier kommen gleich ein paar der Zeilen dazu. Den Song habe ich übrigens aus dem Film „What Maisie knew“ (dt. Titel: „Das Glück der großen Dinge“), basierend auf dem Roman von Henry James, in dem es um die kleine Maisie geht, deren Eltern sich um das Sorgerecht streiten und auch sonst mehr mit ihrem eigenen Leben als mit dem ihrer Tochter beschäftigt sind. Das ist oftmals sehr traurig, doch die kleine Maisie lebt so dahin, findet in vielen Dingen das Schöne und erfreut sich daran. Gespielt wird sie von Onata Aprile – was ein süßes Kind! Es ist ein schöner Film, zeigt er einem doch ab und an die eigene Kindheit auf, dieses „mit etwas beschäftigt sein ohne groß darüber nachzudenken“, sondern es einfach zu tun, einfach zu sein.

Feeling of being – ganz einfach.

„Wonder if we ever really know each other
And I wonder if we ever find out what we’re after
And the truth of it is we’re both winding down the river
And if you could only let go,
Find the hidden silver and the

Feeling of being
How still the night
Feeling of being
One little light“

(EMW)

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Nähen nähen nähen …

Ja, was macht es für einen Spaß! Und die schnellsten und einfachsten Projekte sind Loopschals! Aber es soll natürlich nicht immer schnell und einfach gehen, das Schöne sind ja auch die Herausforderungen und die Erfolgserlebnisse. Und die hat man definitiv zum Schluss. Also allen, die auch in Erwägung ziehen mal Bekanntschaft mit einer Nähmaschine zu machen, kann ich es nur empfehlen!

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Etwas weiteres Schönes ist auch immer das Verschenken, denn wenn man sieht, wie sich die anderen freuen, ja hach, das ist herrlich, meine Schwester zwar mehr als mein Neffe, aber der ist ja auch noch zu klein 😉 Daher hier auch noch ein Mützchen + Tuch sowie eine weitere Pumphose  für meinen Neffen.

Liebe Grüße!

(EMW)

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Ruhrpottliebe.

Wir Ihr wisst, lebe ich nicht mehr im Ruhrgebiet. Aber natürlich hege ich eine Heimatliebe – im Speziellen für Bochum, der, meiner Meinung nach, Perle des Ruhrgebiets. Das hat ja schließlich auch Herbert Grönemeyer damals wunderbar erkannt und dieser Stadt ein Lied gewidmet >> hier geht’s zum Video. Der Gute ist im Übrigen nicht gebürtiger Bochumer, sondern Göttinger. Als er ein Jahr alt war, zog seine Familie dann nach Bochum. Ein Quasi-Bochumer also. Ihm verdanken wir es, dass auf jeder Party, wo viele Bochumer zusammen kommen, egal an welchem Ort, das Lied gespielt wird. Ein Ritual. Alle Bochumer versammeln sich auf der Tanzfläche, bilden einen Kreis, haken sich ein und singen gemeinsam „Bochum, ich komm aus dir, Bochum, ich häng an dir, oh Glück auf …“Das ist ganz wunderbar, da glühen die Herzen.

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Bildnachweis: Thomas Wolf, www.foto-tw.de

 

Kommen wir zurück zum Pott. Wenn mich Leute nach Bochum und dem Ruhrgebiet fragen, dann denken wirklich viele, es sei sehr grau und trostlos. Das kommt natürlich nicht von ungefähr, das Ruhrgebiet hat durchaus eine kohlige Geschichte hinter sich. Ich sage dann immer: „Freunde! Schaut es Euch an, es gibt dort so viel Grün, tolle Seen, Ihr werdet überrascht sein!“ Aber natürlich gibt es Leute, die waren schonmal da, zum Beispiel in Duisburg oder auch Bochum und die fragen dann entsetzt: „Grün?!?“ Sie waren dann vermutlich an den falschen Ecken. Denn wie überall auf dieser Welt besteht eine Stadt aus schönen und hässlichen Ecken. Denn ohne die hässlichen wären die schönen ja auch nicht so schön. Aber nun ja, Geschmäcker sind verschieden und das ist auch gut so.

Zeiten ändern sich und das lässt sich besonders in diesem sehr gelungenen Artikel aus der Welt nachlesen, den ich Euch hiermit unbedingt ans Herz legen möchte: „Mein lieber Scholli, is dat schön hier!

Mein Lieblingszitat des Artikels ist übrigens dieses hier: „Mimosen stehen im Pott nicht hoch im Kurs. Humor kommt aus dem Herzen, und das trägt der Ruhri – dieser etwas ungehobelte Underdog – auf jeden Fall am rechten Fleck.“ – Und Freunde, genau so isset!

(EMW)

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Ein neu entdecktes Hobby

Nachdem ich meinen zweiten Nähkurs absolviert hatte und nun auch stolze Besitzerin einer eigenen Nähmaschine bin, muss ich einfach von meinen Erfolgserlebnissen berichten.

In der Eisenacher Straße in Berlin Schöneberg (in meiner alten Hood also) gibt es diesen wirklich tollen Nähladen Smilla. Bei Smilla gibt es nicht nur wunderschöne Stoffe zur Auswahl, sondern auch wirklich tolle Kurse. Angefangen hatte ich mit dem Einsteiger-Kurs „Klein aber Oho“. Dort ist diese Tasche mit Innenfutter entstanden.

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Und das, nach nur drei Stunden Arbeit. Wir waren zu sechst in der Gruppe, eine wirklich angenehme Anzahl, denn so konnte sich unsere Kursleiterin Brigitte voll und ganz auf uns alle konzentrieren. Neidlos wurde ich Zeuge einer Kursteilnehmerin, die genau wie ich, noch nie zuvor an einer Nähmaschine gesessen hatte, ihre Tasche aber mit einer Präzision und Perfektion schneller als alle anderen zusammennähte. Es gibt eben die einen, die einfach Talent dafür haben und es gibt Leute wie mich, die noch üben müssen, aber durch die enorme Freude daran ebenfalls Glanzstücke produzieren, die sich sehen lassen können.

Grund genug für mich einen zweiten Nähkurs zu belegen, bei dem es um Kindersachen geht. Denn ich bin nun Tante geworden und ein selbst genähtes Kleidungsstück drückt doch mehr aus als 1000 Worte. So schneiderte ich mithilfe von Kursleiterin Sandra (die zudem den Blog Libellas Berlin betreut) in nur drei Stunden diese coole Matrosen-Pumphose im MiIli Vanilli Style (rechts im Bild). Auch dieser Kurs war einfach super und man ist so stolz auf sein Resultat. Der Pucksack (eine Art Schlafsack) ist kurz darauf und, bis auf die beigelegte Anleitung als Hilfe, ganz allein durch mich entstanden.

Pucksack_Pumphose

Aber ich habe in der Zwischenzeit nicht nur eine eigene Haube für meine Nähmaschine (funktional ist hier das Stichwort 😉 ), sondern auch einen Loopschal für eine Freundin und für mich genäht. Eva Productions läuft also 😉 Den Loopschal habe ich mithilfe eines Videotutorials des Blogs PattyDoo genäht. Dort gibt die gelernte Schneiderin Ina nicht nur gute Tipps und hat viele tolle Ideen, sondern sie produziert auch Näh-Videotutorials. Sehr hilfreich, wie ich finde! Und nun auf zum nächsten Nähprojekt!

Haube_Loopschal

 

Utensilo

 

 

 

 

 

 

 

 

(EMW)

 

 

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