Urlaubsgefühle.

Noch vor ein paar Tagen lag ich am Strand in Jandía auf Fuerteventura. Ich habe die Seele baumeln lassen, ich bin im wunderschönen Atlantik schwimmen und schnorcheln gewesen. Gemeinsam mit meinem Freund sind wir die wildesten Wege mit unserem Mietwagen entlang gecruist, von einer Serpentinenstrecke zur nächsten. Meine Nerven lagen da zwar jedes Mal blank, aber ich erinnere mich dennoch sehr gern daran. Wir haben wunderschöne Strände und Plätze gesehen, konnten Surfer-Dudes beim Wellenreiten beobachten und hatten ein romantisches Abendessen in einem der schönsten Restaurants in dem ich jemals gesessen habe – im “Rompeolas” am Hafen in Corralejo. Das All-Inclusive Angebot im Hotel haben wir nur mäßig genutzt (aber wir hatten keine andere Wahl, Halb-Pension wurde ja nicht angeboten). Die Hotelanlage an sich war sehr gepflegt und sehr schön, auch sehr sauber. Das Essen war in Ordnung.

Die erste Nacht wurde ich von gefühlt 2.000 Mücken attackiert mit immerhin 15 tatsächlichen Mückenstichen, während mein Freund keinen einzigen davontrug. So wurde am nächsten Tag Autan gekauft – was sich zum Glück auch meistens bewährte.

Wir sind hoch in den Norden nach Corralejo gefahren, weil wir von dort aus mit der Fähre nach Lanzarote fahren wollten, um meine Freundin und ihren Freund dort zu treffen. Leider wurde aus dem Plan nichts, da ich meinen Ausweis nicht dabei hatte (was leider erst am Schalter am Hafen auffiel). Auch der 2. Versuch scheiterte, da ich mir beim ! Beach Ball spielen ! den unteren Rücken verknackst hatte, sodass ich 2,5 Tage mehr oder weniger gekrümmt und mit diesem nervigen Druck im unteren Rückenbereich mich nur vom Hotelzimmer zum Strand bewegen konnte. Wärmekissen sei Dank war nach 2,5 Tagen aber Schluss damit.

Worauf ich hinaus will, während ich den Urlaub resümiere, ist, dass man es auch in 10 Tagen schaffen kann, sich einen Ort, eine Insel, ein Hotelzimmer, einen Strand so zu eigen zu machen und dort eine Art Alltag entwickelt, der einem gefällt, dass man erstmal nicht wieder weg möchte. Ich bin prädestiniert für dieses “Sich zu eigen” machen, sich an den “neuen” Rhythmus so dermaßen zu gewöhnen, dass es wirklich im Herzen schmerzt, wenn der Tag der Abreise ansteht und man Tränen in den Augen hat. Es ist dieses nicht loslassen wollen, weil alles, abgesehen von ein paar Kleinigkeiten, so schön, so entspannend und erholsam war, dass man noch ewig so weiterleben könnte. Der Gedanke, nicht mehr auf der Liege am Strand zu liegen, mit ein paar bekannten Gesichtern um sich herum, nicht mehr die Bar Pirata zur Mittagszeit aufzusuchen, um dort mit Stolz auf Spanisch diverses leckeres Essen zu bestellen und dabei Katamaran-Einweisungen zu beobachten, nicht mehr dieses “neue” Leben zu leben, sondern wieder zurückzukehren in dieses zwar auch schöne aber eben “alte” Leben, das mit den vielen Herausforderungen Tag für Tag, das mit dem Stress und ab und an auch Sorgen, das, nun ja, eben gewohnte Leben und dann auch noch zu einer Jahreszeit, die langsam ins Grau und Nass übergeht. Natürlich liebe ich mein altes gewohntes Leben, trotz ab und an Stress und Herausforderungen. Hier befindet sich ja auch die Familie, die Freunde, unsere schöne geliebte Wohnung! Das hilft auf jeden Fall den Fernweh-Schmerz wieder etwas zu mindern. Nichtsdestotrotz ist da das schwere Herz, das immer wieder von Neuem lernen muss, dass das eben Urlaub ist. Sich an etwas zu gewöhnen, aber eben nur für eine gewisse Dauer. Um dann mit viel neu getankter Energie wieder im alten Leben anzukommen und zu leben.

Aber so ging es mir schon immer mit den Urlauben – sei es der Strandurlaub vor 4 Jahren in Andalusien, die USA/Kanada-Reise vor 2 Jahren oder der Segeltrip in der Ostsee vor 3 Monaten. Mein Herz war schwer beim Verlassen des Hotels in Andalusien, bei der Abgabe des super Autos, einem Chevy Tahoe, in New Jersey, bei der Abgabe des Segelbootes in Lauterbach auf Rügen. Und mein Herz war schwer beim Verlassen des Hotels, des Ortes in der morgendlichen Dunkelheit auf Fuerteventura.

Das schlimme am Urlaub ist ja, dass er auch irgendwann wieder vorbei ist.

Was bleibt, sind die Fotos, die Erinnerungen, die Gefühle beim Erinnern. Und das ist gut so. Das kann einem keiner nehmen.

Es folgen noch ein paar Impressionen. Im nächsten Beitrag geht es um Larry, einem Hund, den wir auf Fuerteventura getroffen haben.

(EMW)

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Frühling.

Mailied
Wie herrlich leuchtet
Mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!

Es dringen Blüten
Aus jedem Zweig
Und tausend Stimmen

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Aus dem Gesträuch,
Und Freud und Wonne
Aus jeder Brust.
O Erd, o Sonne!
O Glück, o Lust!

O Lieb, o Liebe!
So golden schön,
Wie Morgenwolken
Auf jenen Höhn!

Du segnest herrlich
Das frische Feld,
Im Blütendampfe
Die volle Welt.

O Mädchen, Mädchen,
Wie lieb ich dich!
Wie blickt dein Auge!
Wie liebst du mich!

So liebt die Lerche
Gesang und Luft,
Und Morgenblumen
Den Himmelsduft,

Wie ich dich liebe
Mit warmen Blut,
Die du mir Jugend
Und Freud und Mut

Zu neuen Liedern
Und Tänzen gibst.
Sei ewig glücklich,
Wie du mich liebst!

[Johann Wolfgang von Goethe]

Liebeslied
Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt?
Wie soll ich sie hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.

[Rainer Maria Rilke]

Momentaufnahme
Du kamst, als ich am wenigsten damit rechnete.
Ein Blick. Ein Lächeln. Wir umflatterten uns wie zwei schüchterne Schmetterlinge.
Eine bewusste unbewusste Berührung. Ein sich Näherkommen, das mit einem wohligen Schauer auf der Haut und einem Herzschlag, so gewaltig wie ein Erdbeben, seinen Fortschritt nahm.
Ich liege in deinen Armen. Wir können es beide kaum glauben.
Ein schweres Lösen unserer ineinander verschlungenen Körper:
Wir leben. Wir lieben. Intensiv. Leidenschaftlich. Für den Moment.
Und werden wiederkehren.

[EMW]

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Im Affekt.

Da begegnest du jemandem. Ohne große Gedanken. Es scheint einfach so. Anfangs noch nicht bewusst, doch dann immer deutlicher wird es dir klar. Ein Leben von jemandem auf den Kopf gestellt zu bekommen, ist möglich. Und umgekehrt.

Und ihr steht voreinander ohne es zu wissen. Lange. Geht auseinander. Begegnet euch. Lange. Geht auseinander.

Doch dann, als die Wolken sich in alle Himmelsrichtungen aufteilen, reißt er die Augen auf, atmet tief ein und fährt sich durchs Haar.

Dann ein Blick in ihre Richtung, ein wissender.
Ein Bewusstwerden, das unvermeidlich ist.
Ein mögliches Entscheiden für vielleicht.

Ganz gleich wofür du dich entscheidest. Ganz gleich für wie lange du dich für etwas entscheidest. Ganz gleich ob es gerade deine schlechteste Zeit ist oder deine beste.

Es ist die einzige, die du hast.

(EMW)

About Time.

Ich habe wieder mal einen Film gesehen. Einen, der mich begeistert, mich inspiriert hat und den ich Euch gern ans Herz legen möchte.
Es ist ein immer wiederkehrendes Thema – wie eigentlich alles, was uns bewegt. Es geht um die Zeit.

Der Film heißt About Time (dt. Titel: Alles eine Frage der Zeit) spielt in Cornwall und London und beherbergt grandiose Schauspieler wie Bill Nighy und Rachel McAdams. Als großer Fan des britischen Akzents ist dieser Film allein schon ein Muss.

An seinem 21. Geburtstag erfährt Tim von seinem Vater, dass er wie alle männlichen Mitglieder der Familie die Möglichkeit hat, in der Zeit zurückzureisen. Tim glaubt seinem Vater zunächst nicht, stellt dann einige Male fest, dass er es doch kann und so manche schief gelaufene Szene wieder “gerade” rücken kann. Dann lernt er Mary kennen, verliebt sich. Sie heiraten und bekommen ein Kind. Tims Vater, zu dem er immer ein gutes Verhältnis hatte, erkrankt an Krebs und stirbt letztlich. er gibt ihm einen sehr bedeutenden Rat an die Hand. Tim soll jeden Tag einmal ganz alltäglich erleben und dann ein zweites Mal, das zweite Mal jedoch ohne sich zu stressen, zu ärgern oder einfach so dahinzuleben, sondern viel mehr alles genau wahrnehmen und sich an den kleinen Dingen, die ihm begegnen, zu erfreuen.

Dies ist übrigens ein ganz wundervolles Zitat, denn hier verweist Tim auf Baz Luhrmann und dessen Song Sunscreen, dem auch ich bereits einen Eintrag gewidmet habe:

Tim: There’s a song by Baz Luhrmann called Sunscreen. He says worrying about the future is as effective as trying to solve an algebra equation by chewing bubble gum. The real troubles in your life will always be things that never crossed your worried mind.

Deshalb habe ich dieses und letztes Wochenende ganz bewusst zelebriert: z.B. eine Zitronentarte gebacken, genäht, beim Sport gewesen und Zeit mit dem Liebsten verbracht. Jeder Rat aus dem Sunscreen-Song ist meiner Meinung nach Gold wert, aber diese hier, die hängen noch nach:

Enjoy the power and beauty of your youth; oh nevermind; you will not
understand the power and beauty of your youth until they have faded.
But trust me, in 20 years you’ll look back at photos of yourself and
recall in a way you can’t grasp now how much possibility lay before
you and how fabulous you really looked….You’re not as fat as you
imagine.

Enjoy your body,
use it every way you can…don’t be afraid of it, or what other people
think of it, it’s the greatest instrument you’ll ever
own.

Dance…even if you have nowhere to do it but in your own living room.
Read the directions, even if you don’t follow them.

Do NOT read beauty magazines, they will only make you feel ugly. 

Get to know your parents, you never know when they’ll be gone for
good. 

Be nice to your siblings; they are the best link to your past and the
people most likely to stick with you in the future. 

Understand that friends come and go,but for the precious few you
should hold on. Work hard to bridge the gaps in geography and
lifestyle because the older you get, the more you need the people you
knew when you were young.

Und besonders Letzteren muss ich noch mehr beherzigen.

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Alles Liebe

(EMW)

 

Feeling of Being.

Ein wunderschöner Song, den Lucy Schwartz da singt. Hier kommen gleich ein paar der Zeilen dazu. Den Song habe ich übrigens aus dem Film “What Maisie knew” (dt. Titel: “Das Glück der großen Dinge”), basierend auf dem Roman von Henry James, in dem es um die kleine Maisie geht, deren Eltern sich um das Sorgerecht streiten und auch sonst mehr mit ihrem eigenen Leben als mit dem ihrer Tochter beschäftigt sind. Das ist oftmals sehr traurig, doch die kleine Maisie lebt so dahin, findet in vielen Dingen das Schöne und erfreut sich daran. Gespielt wird sie von Onata Aprile – was ein süßes Kind! Es ist ein schöner Film, zeigt er einem doch ab und an die eigene Kindheit auf, dieses “mit etwas beschäftigt sein ohne groß darüber nachzudenken”, sondern es einfach zu tun, einfach zu sein.

Feeling of being – ganz einfach.

“Wonder if we ever really know each other
And I wonder if we ever find out what we’re after
And the truth of it is we’re both winding down the river
And if you could only let go,
Find the hidden silver and the

Feeling of being
How still the night
Feeling of being
One little light”

(EMW)

Nähen nähen nähen …

Ja, was macht es für einen Spaß! Und die schnellsten und einfachsten Projekte sind Loopschals! Aber es soll natürlich nicht immer schnell und einfach gehen, das Schöne sind ja auch die Herausforderungen und die Erfolgserlebnisse. Und die hat man definitiv zum Schluss. Also allen, die auch in Erwägung ziehen mal Bekanntschaft mit einer Nähmaschine zu machen, kann ich es nur empfehlen!

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Etwas weiteres Schönes ist auch immer das Verschenken, denn wenn man sieht, wie sich die anderen freuen, ja hach, das ist herrlich, meine Schwester zwar mehr als mein Neffe, aber der ist ja auch noch zu klein ;-) Daher hier auch noch ein Mützchen + Tuch sowie eine weitere Pumphose  für meinen Neffen.

Liebe Grüße!

(EMW)

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Ruhrpottliebe.

Wir Ihr wisst, lebe ich nicht mehr im Ruhrgebiet. Aber natürlich hege ich eine Heimatliebe – im Speziellen für Bochum, der, meiner Meinung nach, Perle des Ruhrgebiets. Das hat ja schließlich auch Herbert Grönemeyer damals wunderbar erkannt und dieser Stadt ein Lied gewidmet >> hier geht’s zum Video. Der Gute ist im Übrigen nicht gebürtiger Bochumer, sondern Göttinger. Als er ein Jahr alt war, zog seine Familie dann nach Bochum. Ein Quasi-Bochumer also. Ihm verdanken wir es, dass auf jeder Party, wo viele Bochumer zusammen kommen, egal an welchem Ort, das Lied gespielt wird. Ein Ritual. Alle Bochumer versammeln sich auf der Tanzfläche, bilden einen Kreis, haken sich ein und singen gemeinsam “Bochum, ich komm aus dir, Bochum, ich häng an dir, oh Glück auf …”Das ist ganz wunderbar, da glühen die Herzen.

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Bildnachweis: Thomas Wolf, www.foto-tw.de

 

Kommen wir zurück zum Pott. Wenn mich Leute nach Bochum und dem Ruhrgebiet fragen, dann denken wirklich viele, es sei sehr grau und trostlos. Das kommt natürlich nicht von ungefähr, das Ruhrgebiet hat durchaus eine kohlige Geschichte hinter sich. Ich sage dann immer: “Freunde! Schaut es Euch an, es gibt dort so viel Grün, tolle Seen, Ihr werdet überrascht sein!” Aber natürlich gibt es Leute, die waren schonmal da, zum Beispiel in Duisburg oder auch Bochum und die fragen dann entsetzt: “Grün?!?” Sie waren dann vermutlich an den falschen Ecken. Denn wie überall auf dieser Welt besteht eine Stadt aus schönen und hässlichen Ecken. Denn ohne die hässlichen wären die schönen ja auch nicht so schön. Aber nun ja, Geschmäcker sind verschieden und das ist auch gut so.

Zeiten ändern sich und das lässt sich besonders in diesem sehr gelungenen Artikel aus der Welt nachlesen, den ich Euch hiermit unbedingt ans Herz legen möchte: “Mein lieber Scholli, is dat schön hier!

Mein Lieblingszitat des Artikels ist übrigens dieses hier: “Mimosen stehen im Pott nicht hoch im Kurs. Humor kommt aus dem Herzen, und das trägt der Ruhri – dieser etwas ungehobelte Underdog – auf jeden Fall am rechten Fleck.” – Und Freunde, genau so isset!

(EMW)

Ein neu entdecktes Hobby

Nachdem ich meinen zweiten Nähkurs absolviert hatte und nun auch stolze Besitzerin einer eigenen Nähmaschine bin, muss ich einfach von meinen Erfolgserlebnissen berichten.

In der Eisenacher Straße in Berlin Schöneberg (in meiner alten Hood also) gibt es diesen wirklich tollen Nähladen Smilla. Bei Smilla gibt es nicht nur wunderschöne Stoffe zur Auswahl, sondern auch wirklich tolle Kurse. Angefangen hatte ich mit dem Einsteiger-Kurs “Klein aber Oho”. Dort ist diese Tasche mit Innenfutter entstanden.

TascheEMW

Und das, nach nur drei Stunden Arbeit. Wir waren zu sechst in der Gruppe, eine wirklich angenehme Anzahl, denn so konnte sich unsere Kursleiterin Brigitte voll und ganz auf uns alle konzentrieren. Neidlos wurde ich Zeuge einer Kursteilnehmerin, die genau wie ich, noch nie zuvor an einer Nähmaschine gesessen hatte, ihre Tasche aber mit einer Präzision und Perfektion schneller als alle anderen zusammennähte. Es gibt eben die einen, die einfach Talent dafür haben und es gibt Leute wie mich, die noch üben müssen, aber durch die enorme Freude daran ebenfalls Glanzstücke produzieren, die sich sehen lassen können.

Grund genug für mich einen zweiten Nähkurs zu belegen, bei dem es um Kindersachen geht. Denn ich bin nun Tante geworden und ein selbst genähtes Kleidungsstück drückt doch mehr aus als 1000 Worte. So schneiderte ich mithilfe von Kursleiterin Sandra (die zudem den Blog Libellas Berlin betreut) in nur drei Stunden diese coole Matrosen-Pumphose im MiIli Vanilli Style (rechts im Bild). Auch dieser Kurs war einfach super und man ist so stolz auf sein Resultat. Der Pucksack (eine Art Schlafsack) ist kurz darauf und, bis auf die beigelegte Anleitung als Hilfe, ganz allein durch mich entstanden.

Pucksack_Pumphose

Aber ich habe in der Zwischenzeit nicht nur eine eigene Haube für meine Nähmaschine (funktional ist hier das Stichwort ;-) ), sondern auch einen Loopschal für eine Freundin und für mich genäht. Eva Productions läuft also ;-) Den Loopschal habe ich mithilfe eines Videotutorials des Blogs PattyDoo genäht. Dort gibt die gelernte Schneiderin Ina nicht nur gute Tipps und hat viele tolle Ideen, sondern sie produziert auch Näh-Videotutorials. Sehr hilfreich, wie ich finde! Und nun auf zum nächsten Nähprojekt!

Haube_Loopschal

 

Utensilo

 

 

 

 

 

 

 

 

(EMW)

 

 

Zeit.

Zeit ist etwas, davon kann man gar nicht genug haben. Nur haben wir sie zu wenig. Wir haben so viel Arbeit, so viele Termine, so viele Deadlines, so viel Freizeitstress, so viele Hobbys … Und das ist vollkommen okay, denn es gefällt uns, viel Arbeit, viele Termine und viele Hobbys zu haben. Ich kann mich kaum mehr erinnern, wann ich mich das letzte Mal in meinem Leben gelangweilt habe. Ich glaube, es war zur Schulzeit, 9. oder 10. Klasse. Da gab es mal Tage, da saß ich allen Ernstes zu Hause und wusste nichts mit mir anzufangen. Unvorstellbar. Und Langeweile ist auch nicht schön.

Heute wünsche ich mir manchmal, die Zeit würde nicht so schnell vergehen. Manche schönen Abende mit Freunden könnten ewig andauern. Mehr Zeit zum Lesen, zum Schreiben zu haben, das wäre schon manchmal ganz hilfreich. Letztlich ist das wohlmöglich auch nur eine Frage des guten Zeitmanagements.

Aber ich denke, manchmal kann und sollte man sich auch Zeit nehmen. Sich wirklich bewusst in den Sessel setzen, vielleicht dabei einfach mal nichts machen, abschalten, nur für ein paar Minuten —————————- durchatmen.

Ich habe eine ideale Hilfe für dieses bewusste Sich-Zeit-nehmen gefunden – es ist ein Song von Deep Purple. Was für ein Wahnsinnslied!!! Grandiose Stimme von Miller Anderson, der dort einen Gastauftritt hat. Wirklich! Für diesen Song muss man sich Zeit nehmen, und es lohnt sich ungemein. Zwar schaltet der Kopf nicht ab, aber er begibt sich in den Träume-Modus und das ist unglaublich entspannend. Als ich das Lied zum ersten Mal gehört habe, abends im Bett, da lief ein Film vor meinem inneren Auge ab und ich hatte eine Anreihung wunderbarer Bilder. Großartig.

Ich will Euch den Song nicht länger vorenthalten.

Aber bitte, nehmt Euch Zeit. Damit auf ins Wochenende! Gehabt Euch wohl.

Deep Purple live mit dem London Symphony Orchestra – “Pictured Within” (YouTube)

deep purple

Screenshot Video YouTube

(EMW)

 

Filmtipp: The Notebook

Da wir gerade schon bei Nicholas Sparks sind und weil mich besonders The Notebook  (deutscher Titel: Wie ein einziger Tag) immer wieder in seinen Bann zieht, ist dies nicht nur ein Filmtipp. Ich möchte unbedingt auf eine der besten Szenen des Films verweisen. Doch hier zunächst eine kurze Zusammenfassung.

–> Es geht um die Liebe zwischen Noah (der ältere Noah wird von James Garner und der junge Noah von Ryan Gosling gespielt – beide großartig!) und Allie (die ältere Allie wird von Gena Rowlands gespielt, in jungen Jahren wird sie von Rachel McAdams verkörpert). Sie aus reichem Hause, er aus armen, bäuerlichen Verhältnissen. Wie sich diese Liebe entwickelt, erfahren wir aus den ersten Szenen, in der ein älterer Mann einer älteren Frau in einem Pflegeheim aus einem Buch vorliest. Schnell wird klar, dass es sich bei der Geschichte aus dem Buch und bei den beiden älteren Personen um Noah und Allie handelt. Jedoch leidet die ältere Allie an Alzheimer und erkennt nicht, dass es nicht nur ihre eigene Lebensgeschichte ist, sondern es sich bei ihrem Vorleser auch um ihren Ehemann handelt. Doch Noah gibt die Hoffnung auf eine Erinnerung ihrerseits nicht auf – “Today is a good day“.

Ich will gar nicht zu viel verraten, für all jene, die den Film nicht gesehen haben, aber noch anschauen wollen. Es ist eine schöne, aber wie so oft auch traurige Liebesgeschichte.

Wohl eine der bezeichnendsten und meiner Meinung nach großartigsten Stellen in The Notebook  ist diese hier - Noah hat die Geschichte zu Ende gelesen und er und Allie bekommen Besuch von ihren Kindern:

Tochter Mary Allen: Daddy, come home. Mama doesn’t know us. She doesn’t recognize you. She’ll never understand.

Maggie: We miss you. this is crazy, you living here.

Edmond: Yeah, you know we’ll all help mom. We can take shifts visiting.

Noah: Look guys, that’s my sweetheart in there. I’m not leaving her. This is my home now. Your mother IS my home.

So wünscht man sich das. Wahnsinnsszene! Es gibt natürlich noch einige andere wunderbare Szenen, die zitierwürdig wären, doch diese finde ich am besten, weil sie Hoffnung macht auf die ewige Liebe.

Und damit viel Spaß!

(EMW)

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